5 Geheimorte in Norwegen die du (wahrscheinlich) nicht kennst

Nord Europa Norwegen Geheimort
Flørlitrappene

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Wenn es um Norwegen geht, fallen meistens dieselben Namen: Oslo, Bergen, vielleicht die Lofoten oder der berühmte Geirangerfjord. Klar – diese Orte sind wunderschön. Aber Norwegen hat noch so viel mehr zu bieten als nur die bekannten Hotspots. In diesem Guide geht’s um die Geheimtipps, die mit echtem Charme punkten – ganz ohne Menschenmassen. Kleine Bergdörfer mit Geschichte, eine Treppe direkt in die Wolken, Fjordorte, die man nur per Boot erreicht, und Landschaften, die wirken wie aus einem Fantasy-Roman. Das Beste daran? Alle Ziele sind mit dem Zug oder der Fähre erreichbar – denn Norwegen zeigt sich vor allem bei langsamem, nachhaltigem Reisen von seiner schönsten Seite. Bereit, die Touri-Trampelpfade hinter dir zu lassen? Los geht’s.

Flørli

Die längste Holztreppe der Welt

Für alle, die in Norwegen abseits der bekannten Wege unterwegs sein wollen, ist Flørli ein echter Geheimtipp. Tief im Lysefjord liegt dieses winzige, autofreie Dorf – nur per Boot erreichbar, aber absolut den Umweg wert.

Erst mal mit dem Zug nach Stavanger, einer charmanten Küstenstadt. Von dort weiter mit dem Bus nach Strand Rådhus und dann bis Forsand Kai. Ab hier schippert eine Fähre durch den Lysefjord – vorbei an steilen Felswänden, Wasserfällen und türkisblauem Wasser. In Flørli angekommen, warten alte Kraftwerksgebäude, die zu gemütlichen Hostels umfunktioniert wurden, wilde Blumen und eine Aussicht, die alles andere ausblendet.

Das Highlight? Die 4.444 Holzstufen – die längste Holztreppe der Welt! Ursprünglich Teil der alten Wasserkraftanlage, schlängelt sich die Treppe am Berg entlang neben den alten Rohren. Der Aufstieg ist knackig, aber die Ausblicke auf den Fjord sind einfach atemberaubend. Oben fühlt es sich an, als würde man über Norwegen schweben. Unten angekommen, gibt’s zur Belohnung einen Sprung ins Wasser oder einen heißen Kakao mit Waffeln im Café des ehemaligen Kraftwerks. Gemütlicher geht’s kaum.

Flørli steht ganz im Zeichen von Slow Travel. Keine Autos, keine Hektik – nur Natur, Holz, Wasserfälle und ganz viel Ruhe.

Røros

UNESCO-Märchenstadt in den Bergen

Røros Røros - Bosc d'Anjou

Stell dir vor: bunte Holzhäuser, Kopfsteinpflaster, kleine Cafés, in denen sich alle beim Namen kennen. Dieses Bergstädtchen ist voll Geschichte, Charme und Winterzauber – im Sommer aber genauso schön, grün und friedlich. Kein klassischer Norwegen-Stopp, aber genau deshalb so besonders.

Die Anreise ist easy: Mit der Rørosbanen ab Trondheim – ca. 2,5 Stunden entspanntes Bahnfahren durch Fjorde, Wälder und Seen. Vom Bahnhof ist man direkt im Ort. Kein Stress, keine langen Wege – einfach ankommen und durchatmen.

Røros gehört zum UNESCO-Welterbe und man versteht sofort warum. Früher war hier ein wichtiges Kupferbergwerk, heute trifft rustikale Bergbaugeschichte auf kreatives Kleinstadtfeeling. Alles ist aus Holz gebaut, mit versteckten Innenhöfen und Gassen, die zum Entdecken einladen. Im Winter ist es ein Schneemärchen, im Sommer ideal zum Wandern, Radfahren oder um Rentierhirten kennenzulernen. Auch kulinarisch punktet der Ort – mit lokalen, nachhaltigen Produkten, die richtig was können.

Perfekt für alle, die es ruhig mögen, Kultur schätzen und authentische Orte suchen. Ob allein, zu zweit oder mit Freund:innen – Røros ist ein echtes Nordland-Märchen.

Åndalsnes & Rampestreken

Norwegens Tor zur Bergwelt

Rampestreken Rampestreken - Vova Shevchuk

Am Ende eines Fjords, umringt von steilen Bergen, liegt Åndalsnes – wie gemacht für Outdoor-Fans. Und das Beste: Der Ort ist Endstation einer der schönsten Zugstrecken der Welt. Hier stimmt einfach alles.

Mit der Raumabanen geht’s von Dombås aus direkt nach Åndalsnes. Wer von Oslo oder Trondheim kommt, steigt einfach in Dombås um. Die Fahrt dauert unter zwei Stunden – und jede Minute ist ein Erlebnis: wilde Flüsse, steile Felsen und die berühmte Steinbrücke über den Rauma-Fluss. Auch von Molde oder Ålesund fahren Busse – alles easy und gut vernetzt.

Das große Highlight: Rampestreken. Eine Plattform aus Stahl, die 537 Meter über dem Tal aus dem Felsen ragt. Der Weg dorthin ist sportlich – ca. 1,5 Stunden über Waldwege und Steinstufen. Oben angekommen? Sprachlos. Der Blick auf den Fjord, die Berge und das Spielzeug-Städtchen unten ist einfach next level. Wer’s gemütlicher mag, nimmt die Romsdalsgondolen – eine Seilbahn, die bis zum Gipfel fährt. Dort wartet auch ein Bergrestaurant mit Aussicht.

Für alle, die Natur und Berge lieben, ist Åndalsnes ein Muss. Kommt für die Zugfahrt, bleibt für den Ausblick – und nehmt jede Menge schöne Erinnerungen mit.

Telemarkkanalen & Dalen

Historisch unterwegs auf dem Wasser

Telemark Telemark Canal Vidar Moløkken - Visit Norway

Ein Reisetipp wie aus dem Bilderbuch: der Telemark-Kanal und das Märchendorf Dalen. Alles wirkt hier ein bisschen wie aus der Zeit gefallen – alte Schleusen, Holzboote und ganz viel norwegische Gemütlichkeit.

Die Anreise ist Teil des Abenteuers: Erst mit dem Zug von Oslo nach Bø oder Lunde (Sørlandsbanen), dann mit dem Bus weiter nach Ulefoss oder Lunde – je nachdem, wo man aufs Boot möchte. Und dann? Rein ins Vergnügen: mit dem Kanalboot (z. B. MS Henrik Ibsen oder MS Victoria) langsam durch Schleusen, vorbei an Wasserfällen und tiefgrünen Wäldern. Entspannter geht’s kaum.

Dalen am Ende der Strecke ist ein echtes Postkarten-Dorf in den Bergen. Das Dalen Hotel gehört fest zum Besuch dazu – ein übertrieben schönes Holzschloss aus dem Jahr 1894, das locker als Filmkulisse durchgeht. Selbst wer nicht übernachtet, sollte dort einen Kaffee oder Kuchen im Salon genießen. Rundherum gibt’s Wanderwege, wie zur Rui-Plassen, einem alten Bauernhof mit Aussicht – und einer Story über zwei Schwestern, die regelmäßig zu Fuß nach Oslo liefen. Kein Witz. Dazu kommen Kajakspots, Badeplätze und Picknickwiesen en masse.

Ideal für alle, die Wasser, Geschichte und Waldmärchen mögen – oder einfach eine Pause vom Trubel brauchen.

Jotunheimen via Lom

Abenteuerland für Naturliebhaber:innen

Jotunheimen View in Jotunheimen - Terje Rakke - Visit Norway

Für alle, die frische Bergluft, Gletscherflüsse und wilde Natur suchen, führt kein Weg an Jotunheimen vorbei. Der Nationalpark ist pure Dramatik – und über das süße Dorf Lom perfekt erreichbar. Hier kommt echtes Norwegen-Feeling auf.

Zug ab Oslo oder Trondheim bis Otta – die Strecke ist schon ein Highlight für sich. In Otta geht’s weiter mit dem Bus nach Lom (im Sommer regelmäßig). Die Verbindung ist unkompliziert und günstig. Lom selbst ist ein richtig hübsches Dorf mit Bäckereien, Handwerksläden und einer Stabkirche im Wikingerstil, die perfekt ins Fotoalbum passt.

Jotunheimen heißt übersetzt „Heimat der Riesen“ – und genau so wirken die Berge. Hier liegt Norwegens höchster Gipfel (Galdhøpiggen), die Besseggen-Gratwanderung mit türkisfarbenen Seen ist legendär. Wer mag, kann sogar eine geführte Gletscherwanderung machen – Ausrüstung gibt’s vor Ort. Und auch kulinarisch bleibt’s lokal, nachhaltig und echt.

Dieser Spot ist für alle, die draußen sein lieben – egal ob geübte:r Hiker:in oder Natur-Neuling. Hier findet jede:r das passende Abenteuer. Wer sich mal wieder so richtig lebendig fühlen will, ist in Jotunheimen genau richtig.

Map: Flørli, Røros, Rampestreken, Telemark, Jotunheimen Karte der Geheimorte in Norwegen

06.05.2025

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